Information „Regen" erfasst, aktiviert er den im Motor programmierten Befehl für die-
sen Zustand, d.h. Markise oder Rollladen öffnen oder schließen sich.
Der Regenautomatismus wird deaktiviert, nachdem für mindestens 15 Minuten kein
Regen mehr erfasst wird. Die manuellen Werte sind auch in diesem Fall immer aktiv
und summieren sich zu dem automatisch generierten Befehl. Wenn ein zum vorhe-
rigen automatischen Befehl gegensätzlicher manueller Befehl erteilt wird, führt das
System den Befehl aus und startet gleichzeitig einen Timer von 15 Minuten, der
den programmierten automatischen Befehl nach Ablauf dieser Zeit ausführt, z.B. das
Schließen der Markise oder des Rollladens.
Beispiel: 1) Die Markise (oder der Rollladen) ist geöffnet. 2) Es beginnt zu regnen. 3)
Die Markise (oder der Rollladen) schließt sich. 4) Der Benutzer erzwingt das Hoch-
fahren nach einigen Sekunden. 5) Die Markise (oder der Rollladen) öffnet sich wieder.
6) 15 Minuten nach dem Öffnen wird die Markise (oder der Rollladen) automatisch
vom System geschlossen. 7) Es hört mindestens 15 Minuten auf zu regnen. 8) Der
Benutzer öffnen erneut die Markise (oder den Rollladen). 9) Die Markise (oder der
Rollladen) bleibt geöffnet.
• Verhalten der Automatisierung, wenn der Windsensor vor-
handen ist: Abb. 9
Wenn die Windintensität über den Grenzwert steigt, aktiviert das System den Wind-
schutz und fährt automatisch die Markise (oder den Rollladen) hoch. Bei eingeschal-
tetem Schutz werden die manuellen Bedienungen deaktiviert und die Markise (oder
der Rollladen) kann nicht heruntergefahren werden. Nach der Sperrzeit werden die
manuellen Bedienungen wieder aktiviert und nach 10 Minuten wird die automatische
Funktion wieder aufgenommen.
• Überkreuz-Verhalten der verschiedenen Wetterbedingungen.
Jede Bedingung hat eine Priorität. Die Prioritätenskala der Wetterbedingungen ist fol-
gende: Wind, Regen, Sonne. Wind ist das Phänomen mit der größten Priorität. Ein
Phänomen mit höherer Priorität setzt den Zustand des Phänomens mit einer niedri-
geren Priorität zurück.
Beispiel: 1) An einem schönen Sonnentag fährt die Markise (oder der Rollladen)
wegen der intensiven Lichteinstrahlung herunter. 2) Wenn Wolken aufziehen und ein
Tropfen Regen auf den Sensor fällt, setzt der Motor den Zustand „Sonne" zurück
und führt die bei „Regen" vorgesehene Bewegung aus. 3) Wenn die Windgeschwin-
digkeit ansteigt und den eingestellten Grenzwert übersteigt, deaktiviert der Motor
die bei Regen vorgesehene automatische Abfolge und befiehlt das Hochfahren; die
Markise (oder der Rollladen) bleibt solange geschlossen, wie Wind vorhanden ist. 4)
Wenn der Wind sich gelegt hat, endet nach 10 Minuten der Windalarm und wenn die
Bedingungen „Regen" noch vorhanden ist, wird sie reaktiviert und die voreingestell-
te Aktion ausgeführt. Zum Ende der Bedingung „Regen" wird das Sonnenprogramm
wieder aktiviert. Wenn die Lichtintensität den Grenzwert übersteigt, wird die Markise
(oder der Rollladen) wieder ausgefahren. Wenn die Lichtintensität unter den Sonnen-
grenzwert fällt, wird nach 15 Minuten die Aktion Hochfahren befohlen.
• Befehle „Sonne-On" und „Sonne-Off"
Der Befehl „Sonne-ON" aktiviert den Automatismus, der Befehl „Sonne-OFF" schal-
tet ihn aus. Wenn der Benutzer den Befehl „Sonne-On" sendet (Automatismus einge-
schaltet) und in diesem Moment die Sonne scheint, befiehlt das System das Ausfah-
ren der Markise (oder des Rollladens). Wenn der Automatismus bereits eingeschaltet
war, wird das System beim Absenden eines weiteren „Sonne-On"-Befehls zurückge-
setzt und die Algorithmen beginnen unmittelbar von vorne. Wenn beim Senden des
Befehls „Sonne-On" die Sonnenlichtintensität kein Ausfahren erlaubt (Sonnengrenz-
wert nicht überstiegen), erzeugt der Motor einen mit der vorhandenen Bedingung
übereinstimmenden Schließbefehl. Falls die Voraussetzungen für eine Aktion nicht
vorliegen (zum Beispiel Markise oder Rollladen geschlossen und keine Sonne), re-
agiert der Motor beim Eingang des „Sonne-On"-Befehls nicht. Beim Senden des Be-
fehls „Sonne-Off" wird der Automatismus ausgeschaltet.
Beispiel: Die Markise (oder der Rollladen) ist geschlossen; der Befehl „Sonne-On"
wird gesendet; wenn die Sonne scheint, öffnet sich die Markise (oder der Rollladen)
sofort, ohne 2 Minuten zu warten.
Durch das Ausschalten des Automatismus wird die automatische Bewegung in Ab-
hängigkeit von den Änderungen der Sonnenlichtintensität verhindert. Der Automatis-
mus für Wind und Regen kann nicht ausgeschaltet werden.
6.2.4 - Programmierung der Richtung, in die die Markise (oder
der Rollladen) bei Regen bewegt wird
Bei Regen befiehlt das System automatisch eine Hochfahr-Bewegung (werkseitig
eingestellt). Um diese Einstellung zu ändern, führen Sie das Verfahren 5.14.
6.3 - Fotozellenpaar
(Die Leiter Weiß + Weiß-schwarz verwenden). Dieses Zubehörteil erlaubt die
Erfassung eines Hindernis, welches sich zufällig im Hubweg der Markise (oder des
Rollladens) befindet. Das Erfassen des Hindernis blockiert sofort das Herunterfahren
der Markise (oder des Rollladens). Für weiter Informationen siehe Bedienungsanlei-
tung der Fotozelle.
Achtung! - Bevor die Fotozellen angeschlossen werden, muss mindestens der „Ers-
te Sender" gespeichert werden (Paragraph 5.7).
15 – Deutsch
6.4 - Resistive Schaltleiste (anschließbar nur an das
Fotozellenpaar)
Dieses Zubehörteil mit einem konstanten Widerstandswert von 8,2 K erlaubt die Er-
fassung eines zufälligen Hindernis entlang der Verschlussstrecke der Markise (oder
des Rollladens). Der Modus, mit dem das System in dem Moment reagiert, wenn es
auf das Hindernis stößt, wird mit dem Prozedur 5.15 programmiert.
7
HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH DER
AUTOMATISIERUNG
7.1 - Höchster Dauerbetriebszyklus
Im Allgemeinen werden die Motoren der Serie „Era" für den Einsatz an Wohngebäu-
den entworfen und folglich für einen unregelmäßigen Einsatz. Sie garantieren eine
kontinuierliche Einsatzdauer von maximal 4 Minuten und im Falle der Überhitzung
(zum Beispiel bei einem Dauer- oder verlängertem Einsatz) greift automatisch ein
„Wärmeschutzschalter" ein, der die Stromversorgung unterbricht und wieder ein-
schaltet, sobald die Temperatur wieder ihren Normwert erreicht hat.
7.2 - Manuelle Notbedienung
Um einen manuellen Notfalleingriff auszuführen, den Stab in die Öse einhaken (Abb.
6-f) und eine die eine oder andere Richtung drehen, je nach gewünschter Aktion. Um
den Mechanismus nicht unnötig zu verschleißen, sollte der manuelle Eingriff nur im
Notfall ausgeführt werden, zum Beispiel während eines Stromausfalls.
ACHTUNG! – Während der Ausführung des manuellen Eingriffs darf die Mar-
kise (oder der Rollladen) die bei der Motorinstallation eingestellten Grenzen
der Endschalter „0" und „1" nicht überschreiten.
Was tun, wenn...
(Hinweise zur Problemlösung)
• Wenn der Motor nicht startet, wenn ein Bewegungsbefehl ausgeführt wird
oder eine Taste zum Ausführen einer Bewegung gedrückt wird.
a) Prüfen, ob eine Wärmeschutzschalter ausgelöst wurde. In diesem Fall genügt
es zur Wiederherstellung des normalen Betriebs zu warten, bis sich der Motor
abkühlt.
b) Prüfen, ob Netzspannung vorhanden ist und ob diese mit den auf dem Motor-
kennschild aufgeführten Werten übereinstimmt.
c) Prüfen, ob der Motor an den Endschaltern blockiert ist, in beiden Drehrichtun-
gen. In diesem Fall genügt es, die Endschalterpositionen durch Durchführung
des in Kapitel 5.5 beschriebenen Verfahrens erneut einzustellen.
d) Prüfen, ob die Bedientafel richtig angeschlossen worden ist (siehe Abb. 5).
e) Prüfen, ob das Versorgungskabel unversehrt ist.
• Wenn der Motor nicht automatisch anhält, wenn der Rollladen (oder die
Markise) an einem Endschalter angelangt.
a) Sicherstellen, dass die beiden auf dem Motorkopf angeordneten „Pfeiltasten"
gedrückt sind, also auf einer Ebene mit der Oberfläche des Motors.
b) Während der Bewegung sicherstellen, dass die Aufwickelrolle die Endschalter-
nutmutter mitnimmt (Abb. 6-h).
• Wenn sich bei der ersten Bewegung die zuvor programmierten Endschal-
ter-Positionen verschieben.
a) Erneut das Verfahren von Kapitel 5.5 durchführen, um die zwischen den Mecha-
nismen vorliegenden Spielräume auszugleichen.
Wenn nach diesen Kontrollen die Probleme weiterhin bestehen, wenden Sie sich an
einen Fachmann oder setzen Sie sich mit dem Nice-Kundendienst in Verbindung.